Die Weinbergschnecke

Die Weinbergschnecke spaltet die Menschheit

Weinbergschnecken essen ist nicht jedermanns Sache aber sie werden bei vielen Menschen gerne gegessen und es gibt auch Köche die sich hier spezialisiert haben. Es gibt Leute für die ist es selbstverständlich Weinbergschnecken zu essen und für sie ist es eine Spezialität und für andere ist es ganz unmöglich diese zu essen. Wer auf den Geschmack gekommen ist wird sich öfters einmal die Weinbergschnecke als Essen zubereiten oder zubereiten lassen in einem feinen Restaurant.

Zum einen hochgehoben in die feine Küche aber auch als Essen bekannt dass in Notzeiten gegessen wurde weil es nicht anderes gab. Schnecken sammeln ist heute noch in ärmeren Regionen Gang und Gebe und dort man isst man dieses Gericht weil es einfach nichts anderes gibt. Die Weinbergschnecke wird ausgewachsen ungefähr 10 cm lang und trägt ihr Gehäuse mit sich. Sie gehört zu den Landschnecken und ist in unseren Regionen sehr weit verbreitet und somit in ganz Europa anzutreffen.

Sie wird in freier Natur ca. 8 Jahre alt wenn sie nicht vorher in einem Kochtopf landet. Als Gehegeschnecke kann sie sogar bis zu 20 Jahre alt werden. Sie ernährt sich von Pflanzenteilen die sie mit ihrer Raspelzunge zerkleinert. Die Annahme dass Weinbergschnecken sich gegenseitig auffressen ist so nicht ganz richtig und nur eine Ausnahme bei Jungschnecken bei denen diese beobachtet wurde. Die Weinbergschnecke ist geschützt vor dem Tierschutz wird aber trotzdem vor allem in Frankreich als Delikatesse verspeist. Die meisten Schnecken für diese Zwecke in einer Schneckenzucht gezüchtet und hier wird wohl den Naturschutzgesetzen getrotzt.

Das „Schneckenpfännchen mit Kräuterbutter“

Eine süddeutsche Spezialität ist das sogenannte Schneckenpfännchen mit Kräuterbutter das immer wieder begeistert gegessen wird. Die Schnecken die hierfür auch in der Gastronomie genommen werden sind meist aus einer Schneckenzucht aus Burgund aus dem Schweizer Waadtland oder aus Süddeutschland. Es wird bei den Weinbergschnecken immer entweder ein halbes oder ein ganzes dutzend Schnecken für eine Mahlzeit angeboten. Es gibt eine Weinbergschneckenverordnung die besonders in Deutschland beim Sammeln zu beachten ist.

Die Arten sind geschützt und somit gibt es auch Tierschutzgesetze. Es gibt aber auch Zuchtstellen in denen die Weinbergschnecken richtig gezüchtet werden um sie dann dem Verkauf zur Verfügung zu stellen. Artgerechte deutsche Freilandhaltung für Weinbergschnecken heißt das dann. Diese Zuchtschnecken sind sehr gehaltvoll und bei Feinschmeckern und deren Köchen sehr geschätzt.

Weinbergschnecke

Das Aufwachsen unter natürlichen Bedingungen und in Freilandhaltung ist für diesen Bereich der Feinschmecker sehr wichtig. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen denn man schmeckt es am Tier wohl sehr wie es gehalten wurde. Wichtig wie bei allen anderen Tieren die verspeist werden ist die Nahrung die sie aufnehmen und auch bei der Weinbergschnecke ist es wichtig dass sie unbelastete Pflanzen essen kann um dann weiter verarbeitet werden zu können.

Kleine Historie der Weinbergschnecke

Schon in der Urzeit wurden Schnecken gegessen und somit ist diese Gericht prähistorischen Ursprungs. Bei Ausgrabungsstätten aus der römischen Zeit wurden Schneckenreste gefunden. Aus dieser Zeit stammen auch viele Schneckenrezepte die sich bis heute nicht so sehr verändert haben. Später dann wurde die Schnecke noch wichtiger da sie nach der Bibel weder als Fleisch noch als Fisch zu bezeichnen war und somit durfte sie in der Fastenzeit gegessen werden. So kam es auch dass in den Klöstern dieser Zeit die vielen Schneckengärten entstanden und die Weinbergschnecken von den Mönchen gezüchtet wurden.

Weinbergschnecke

Zur Zeit der französischen Revolution dann wurden die Schnecken dann den Soldaten mitgegeben da sie eine wunderbare Dauerkonserve waren. Noch später war die Schnecke in Österreich und vor allem in der Steiermark ein beliebtes Gericht und aus ihr wurden steirische Schneckenknödel gemacht oder auch die sogenannten Schneckenwürstl. In Süddeutschland im schwäbischen Indelhausen kam dann die Tradition es Handels mit Weinbergschnecken zum Tragen und auf der schwäbischen Alb wurde die Schnecke zu einem beliebten Gericht.

Hier entstand die Hochburg der Weinbergschnecke in Deutschland. Man erkannte dass Weinbergschnecken die mit Kräutern gefüttert werden ein besonders delikates Aroma entwickeln. Diese Schnecken wurden dann natürlich gut verkauft und der Handel mit dieser Ware lief sehr gut. Am meisten wurden Schnecken jedoch von den Mönchen gegessen und gezüchtet. Die Klöster hatten die Weinbergschnecke als ihre Nahrung entdeckt.

Helix pomatia oder auch die Weinbergschnecke genannt wird selten

Durch die massenhafte Abgrasung der Weinbergschnecke ist sie zu einem seltenen Gut geworden. Deshalb wurde sie hierzulande auch geschützt. Wer sie züchtet darf allerdings verkaufen und da sie so selten geworden ist läuft auch Zucht und Verkauf der Weinbergschnecke sehr gut. Aber Importe aus anderen Ländern können verwendet werden. Nachdem auch die Zucht der Weinbergschnecke lange Zeit verboten war wurde 2003 die Zucht in Deutschland wieder aufgenommen.

Durch das einhalten von ökologischen Standards und hohen Auflagen ist es nun wieder möglich dass auch in der Gastronomie die Weinbergschnecke angeboten werden darf. Vielfältige Zubereitungen sind mit der Weinbergschnecke möglich und sie bereichert den Nahrungsmittelmarkt um ein Vielfaches. Außer dem frischen Angebot in Restaurants kann man Weinbergschnecken auch als Konserve oder tief gefroren kaufen